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Was Du nicht in der Universität lernst…
Die Magie unserer inneren Kommunikation

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18. März 2021

Warum jetzt?
Warum überhaupt?
Wie ist es entstanden?

Meine eigene Reise als Lehrer begann nicht mit irgendeiner Fortbildung oder formalen Ausbildung. Stattdessen hatte ich zuerst mehr als 20 jährige autodidaktische Praxis, bevor ich ein grundständiges Pädagogikstudium studierte.

Ich machte dabei so etwa alle Fehler, die man als Lehrer machen kann, und suchte anschließend stets nach Lösungen für die Schwierigkeiten, die meine Fehler verursacht hatten. Und ich suchte immer solche Art Lösungen, die mir in Zukunft ermöglichten, in ähnlichen Situationen selbst wirklich gut zurecht zu kommen und zugleich das Sinnvollste für meine Schüler*innen zu tun.

Auf diese Weise entwickelte ich mehr als 20 Jahre lang meine eigene Weise, Lehrer zu sein. Erst dann besuchte ich 9 Jahre lang Fortbildungen in Intuitiver Pädagogik, absolvierte zwei dreijährige Ausbildungen bei Iris Johansson als Mentor für pädagogische Berufe und Kommunikation als Kunst, begleitete Pär Ahlbom zwei Jahre lang als persönlicher Lehrling in seiner Seminartätigkeit und absolvierte schließlich auch noch ein grundständiges Pädagogikstudium.

Während meiner inzwischen mehr als zehnjährigen Dozententätigkeit an mehreren priaten und staatlichen pädagogischen Hochschulen, durch meine Seminarleitertätigkeit für Intuitive Pädagogik, und ebenfalls durch meine mehr als fünfzehnjährige Coachingtätigkeit für Lehrer*innen bemerkte ich dann mehr und mehr, dass bei fast allen studierten Lehrer*innen ein Bereich der Kommunikation völlig unterentwickelt war.

Für mein Verständnis sind es nämlich vier Bereiche der menschlichen Kommunikation, die für das Lehrersein von entscheidender Bedeutung sind. Drei davon werden in der Regel an Pädagogischen Universitäten ausführlich unterrichtet:

  • Die Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler – wie man unterrichtet, wird in fast allen Pädagogischen Richtungen behandelt.
  • Die Kommunikation innerhalb eines Schülers – Menschenkunde und Lerntheorien werden als Grundlage für die Didaktik ebenfalls behandelt.
  • Sowie die Kommunikation zwischen den Schüler*innen – z.B. in Pear-Tutoring, Lerngruppen und SMV, letzteres sehr weitgehend entwickelt in freien demokratischen Schulen.

Selbst wenn es heutzutage um Mobbing, Schulverweigerung oder andere häufige Phänomene in Schulen geht, werden normalerweise nur diese drei Bereiche der Kommunikation berücksichtigt.

Der vierte Bereich, der entweder vergessen oder zumindest unterbelichtet ist, ist die innere Kommunikation innerhalb des Lehrers selbst.

Innen ist es oft farbenfroh, sobald Licht hineinfällt

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Mit innerer Kommunikation meine ich die Gedanken, Gefühle, Willensimpulse, Bewertungen, Vorstellungen, möglicherweise auch Inspiration und Intuition, während wir als Lehrer*in im Klassenzimmer stehe.

Erst durch die Arbeit mit vielen, vielen Seminar- und Coachingteilnehmer*innen wurde mir selbst bewusst, dass ich wirkliche Lösungen für die Fragen der Pädagogik vor allem in diesem vierten Bereich gefunden hatte.

„Ich bemerkte, dass bei fast allen studierten Lehrer*innen ein Bereich der Kommunikation
völlig unterentwickelt war.“

Manchmal gibt es Momente, in denen wir eine Perspektive finden, von wo aus alles eine runde Sache ist. Damit solche Momente Referenzerlebnisse für unsere eigene Entwicklungsrichtung werden, müssen wir damit in Fluss kommen, auch wenn es dabei mal rauf und runter geht. Was uns dabei hilft, auch in den Tälern nicht stecken zu bleiben, sind Neugier, Experiment, Spiel und psychologische Sicherheit durch Gemeinschaft.

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Ich will an dieser Stelle nur ein einziges Beispiel anführen für die Magie unserer inneren Kommunikation, im 12 Stufen Mentoring werde ich jedoch aus unzähligen solchen Beispielen schöpfen.

Stell dir vor, du unterrichtest in einer Klasse mit einem autistischen Jungen, der regelrechte Tobsuchtsanfälle bekommt, wenn Du ihn zum Beispiel aufforderst, seine Fehler beim Diktat zu korrigieren; Der manchmal sogar nicht nur mit Worten, sondern auch mit Gegenständen um sich schlägt, wenn Du etwas von ihm willst.

Und stell Dir weiter vor, dass Dir jemand sagt, dass Du nur eine Kleinigkeit an Deiner inneren Haltung ändern brauchst, während Du mit dem Jungen sprichst, dann würde er ohne Probleme tun, was Du ihm sagst. Wärst du skeptisch oder würdest du es zumindest ausprobieren?

Mir ist genau dies passiert und diejenige, die mir prophezeite, dass der Junge tun würde, was ich ihm sagte, wenn ich durch meine innere Kommunikation eine solche innere Haltung entwickeln würde, war Iris Johansson. Als ich dann mit ihrem Vorschlag experimentierte, zeigte sich, dass sie 100% Recht hatte.

Ich bin überzeugt, dass jeder Lehrer und jede Lehrerin dasselbe entwickeln kann und zum eigenen Wohl und zum Wohle der Kinder auch sollte! In dem 12 Stufigen Mentoring zeige ich Euch, wie auch ihr Eure innere Kommunikation so weit entwickeln könnt.
Dabei vermittle ich nicht eine Kommunikationstechnik, sondern eine innere Haltung, die viel universeller wirksam ist als jegliche Technik.

Wenn ihr daran interessiert seid oder jemanden anderen kennt für den dies interessant sein könnte, könnt Ihr den Newsletter abonnieren. Es wird noch 3 weitere Posts zu Struktur und Inhalt des Kurses geben und kurz vor erneutem Kursbeginn könnt ihr dann in einem Live Webinar noch Antworten auf alle offenen Fragen bekommen. Danach endet die Anmeldefrist und es wird losgehen.

Herzlichen Gruß Dieter Schwartz

INHALT

Wie Du das Gefühl loswerden kannst, nicht gut genug zu sein als Lehrer

STRUKTUR
Wie ist das 12 stufige Mentoring
aufgebaut
SINN

Mentor, Mentoring Gruppe & Entwicklungsgemeinschaft